Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Drei werden von Allah am Tage der Auferstehung nicht angesprochen, nicht angeschaut und nicht geläutert. Und diese haben eine schwere Strafe zu erwarten: Ein Mann, der sich in der Wüste befindet und Überschuss an Wasser hat, sich aber weigert, einen Reisenden davon trinken zu lassen; ein Mann, der jemandem eine Ware nach dem Nachmittagsgebet verkauft, er schwört ihm bei Allah, er habe sie für soundso (Geld) gekauft. So glaubt ihm der andere, wobei er aber lüge. Und ein Mann, der einem Imam einen Treueid leistet aber nur im Streben nach dem Diesseits. Wenn der Imam ihm davon etwas zuteil werden lässt, hält er seinen Eid, wenn er aber davon nichts bekommt, hält er seinen Eid nicht. |
| [Sahih Muslim Nr. 157 (im arabischen)] |
| Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer sich mit einem Messer tötet, der wird sein Messer in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer in seinen Bauch führen, und darin in aller Ewigkeit bleiben. Und wer Gift einnimmt und sich dadurch umbringt, der wird sein Gift in seiner Hand tragen und es im Höllenfeuer trinken, und darin in aller Ewigkeit bleiben; und wer sich von einem Berg stürzt und sich dadurch umbringt, der wird ins Höllenfeuer stürzen, und darin in aller Ewigkeit bleiben. |
| [Sahih Muslim Nr. 158 (im arabischen)] |
| Thabit Ibn-ad-Dahhak, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wer immer bei einem anderen Glauben als dem Islam schwört, wobei er lügt, der ist bei dem, was er spricht. Und wer mit einem Gegenstand Selbstmord begeht, der wird damit am Tage der Auferstehung gepeinigt werden. Und kein Mensch soll ein Gelöbnis zur Weihgabe einer Sache ablegen, die er nicht besitzt. |
| [Sahih Muslim Nr. 159 (im arabischen)] |
| Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Wir nahmen an der Schlacht von Hunain mit dem Gesandten Allahs teil. Er sagte über einen Mann, der behauptete, er sei ein Muslim: Dieser gehört zu den Bewohnern der Hölle! Als wir im Kampfgetümmel waren, kämpfte dieser Mann sehr heftig und wurde verletzt. Es wurde dann gesagt: O Gesandter Allahs, der Mann, von dem du zuvor gesagt hast, er werde in die Hölle kommen, kämpfte heute sehr heftig und kam um. Da sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: Zur Hölle! Da waren einige Muslime fast vom Zweifel befallen, alsdann wurde bekannt, dass der Mann nicht gestorben war, sondern schwer verletzt. Bei Nacht konnte er seine Wunden nicht ertragen und tötete sich selbst. Als man das dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, mitteilte, sagte er: Allahu Akbar (=Allah ist der Größte). Ich bezeuge, dass ich der Diener und der Gesandte Allahs bin. Er befahl dann Bilal, die Leute zu rufen und ihnen zu sagen: Niemand außer einer muslimischen Seele wird ins Paradies eingehen. Allah unterstützt doch diese Religion, auch durch einen unverschämten Menschen! |
| [Sahih Muslim Nr. 162 (im arabischen)] |
| Sahl Ibn Sa`d As-Sa`idiy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Die Muslime unter dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und die Mitgöttergebenden trafen aufeinander und bekämpften sich. Schließlich zog der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sich mit seinen Leuten in das Heerlager zurück, und auch die Feinde traten den Rückzug an. Einer aber unter den Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verfolgte alle Götzendiener, die ihren Rückzug außerhalb ihres Kampfverbandes antraten, und schlug sie mit seinem Schwert nieder. Später sagten sie (die Gefährten des Propheten): Keiner von uns hat heute seine Aufgabe so gut erfüllt wie Soundso. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, entgegnete aber: Nein! Er wird zu den Bewohnern der Hölle gehören! Da sagte einer der Muslime: Ich werde diesem Mann folgen und ihn gut beobachten. So ging er mit ihm (den Feinden entgegen). Immer, wenn er stehen blieb, blieb auch der andere stehen, und immer, wenn er schnell voranlief, lief der andere mit ihm. Dann aber wurde jener Mann schwer verletzt und wünschte sich einen schnellen Tod. Er steckte den Griff seines Schwertes in den Boden und richtete die Klinge der Waffe auf seine Brust. Dann warf er sich mit aller Kraft auf das Schwert und tötete sich. Der Mann, der dies mit angesehen hatte, eilte zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und rief: Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allahs bist. Er (der Prophet) fragte: Was ist passiert? Er (der Mann) sagte: Der Mann, von dem du vor kurzem gesagt hast, er werde in die Hölle kommen! Die Leute aber konnten das nicht glauben. Der Mann erzählte weiter: Ich habe gesagt, dass ich der Sache nachgehen werde. So verfolgte und beobachtete ich ihn. Er erlitt eine schwere Verletzung und wollte schnell sterben. Er steckte den Griff seines Schwertes in den Boden und richtete die Klinge der Waffe auf seine Brust. Dann warf er sich mit aller Kraft auf das Schwert und tötete sich selbst. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Ja, wirklich! Es gibt Menschen, die scheinbar wie die Paradiesbewohner handeln, aber doch zu den Insassen der Hölle gehören! Und es gibt Menschen, die scheinbar wie die Höllenbewohner handeln, aber dennoch ins Paradies eingehen werden. |
| [Sahih Muslim Nr. 163 (im arabischen)] |
| Dschundab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ein Mann, unter den früheren Generationen hatte einen Furunkel. Als der Furunkel ihm weh tat, zog er einen Pfeil aus dem Köcher und stach ihn damit auf. Das Blut hörte nicht auf zu fließen, bis der Mann endlich starb. Euer Herr sagte: Ich habe diesem Mann den Eintritt ins Paradies verwehrt. |
| [Sahih Muslim Nr. 164 (im arabischen)] |
| Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Wir nahmen mit dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Kampf von Khaibar teil, wo Allah uns den Sieg verlieh. Als Kriegsbeute nahmen wir weder Gold noch Silber, sondern nur Nahrungsmittel und Kleidung. Wir marschierten dann zum Tal weiter. Der Gesandte Allahs wurde von einem Diener begleitet, den ihm ein Mann namens Refa`a Ibn Zaid, aus der Familie Guzam von Banu Ad-Dubaib, geschenkt hatte. Als wir das Tal erreichten, begann der Diener des Propheten, seinen Kamelsattel aufzubinden. Währenddessen wurde er mit einem Pfeil geworfen und er starb sofort. Da sagten wir: Wohl bekomms! O Allahs Gesandter, er starb als Märtyrer. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Nein. Bei dem, in dessen Hand das Leben von Muhammad ist. Der Mantel, den er aus den Beuten von Khaibar, gestohlen hat, bevor die Beute gemäß dem Recht verteilt wurde, brennt auf ihn. Die Leute erschraken sehr, als sie das hörten. Da kam ein Mann mit einem oder zwei Schnürsenkel und sagte: O Allahs Gesandter! Das habe ich am Tage von Khaibar genommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwiderte: Das ist ein Schnürsenkel aus Feuer - oder das sind zwei Schnürsenkel aus Feuer. |
| [Sahih Muslim Nr. 166 (im arabischen)] |
| Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Als der Vers: Ihr, die glauben, erhebt nicht eure Stimmen über die Stimme des Propheten [Quran 49:2], offenbart wurde, saß Thabit Ibn Qais zu seinem Haus und sagte: Ich gehöre zu den Hölleninsassen, und er vermied es dann, mit dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, zusammenzutreffen. Der Prophet fragte Sa`d Ibn Mu`az nach ihm, indem er sagte: Abu `Amr, was ist mit Thabit los? Ist er krank? Sa`d erwiderte: Er ist mein Nachbar, ich weiß aber nicht, dass er krank sei. Anas berichtete weiter: Sa`d ging dann zu ihm (Thabit) und erzählte ihm, was der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gesagt hatte. Thabit sagte: Dieser Vers wurde offenbart und ihr wißt, dass ich derjenige unter euch war, der seine Stimme am höchsten über die Stimme des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihn, erhob. So bin ich einer der Hölleninsassen. Sa`d erzählte dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, dieses Gespräch. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Nein, er ist vielmehr einer der Paradiesbewohner. |
| [Sahih Muslim Nr. 170 (im arabischen)] |
| `Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Einige sagten dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: O Gesandter Allahs! Werden wir wegen der Sünden bestraft, die wir in der vorislamischen Zeit begangen hatten? Er erwiderte: Wer von euch nach dem Eintritt zum Islam Gutes tut, der wird wegen der Sünden, die er sich in der vorislamischen Zeit hat zuschulden kommen lassen, nicht bestraft. Wer aber Böses tut, der wird wegen seiner Sünden vor und nach dem Islam bestraft. |
| [Sahih Muslim Nr. 171 (im arabischen)] |
| Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Es gab Menschen unter den Götzendienern, die in Übermaß töteten, in Übermaß Unzucht begingen und anschließend zu Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm, kamen und sagten: Das, was du sagst, und zu dem du aufforderst, ist an sich gut. Nur wenn du uns sagen würdest, ob es für das, was wir getan haben, eine Sühne gäbe! Darauf wurde folgender Vers offenbart: Und diejenigen, die nicht, zusammen mit Allah, zu einem anderen Gott rufen, und keine Seele töten, die Allah verwehrt hat - außer gemäß dem Recht nach - und die nicht die Ehe brechen, und wer das tut, den trifft Strafe mutwilliger Sünde [Quran 25:68] Es wurde auch offenbart: Ihr, Meine Knechte, die gegen sich selbst das Maß überschritten haben, verzagt nicht an der Barmherzigkeit Allahs. [Quran 39:53] |
| [Sahih Muslim Nr. 174 (im arabischen)] |
| |