Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy

Auszüge aus Sahih Al-Bucharyy
aus dem Arabischen übertragen und kommentiert von Abu-r-Rida’ Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-8217-0112-9
Verlag: Islamische Bibliothek, 924 Seiten, Hardcover DIN A4

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Kapitel: Die Zakah 

Hadithe Gesamtanzahl: 35      Angezeigt: 1-10 


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Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, Mu`ath, Allahs Wohlgefallen auf ihm, in den Yemen entsandt hatte und zu ihm sagte: „Fordere die Menschen auf zu bezeugen, dass kein Gott da ist außer Allah, und daß ich der Gesandte Allahs bin. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete je Tag und Nacht zu verrichten. Folgen sie dieser Aufforderung, so laß sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, ein Almosen (Sadaqa) aus ihrem Vermögen zu zahlen, das von ihren Reichen genommen und zu ihren Armen zurückgegeben wird.“ (Dieser Stufenplan des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, soll von jedem Muslim, der sich für die Da`wa-Arbeit einsetzt, befolgt werden. Vgl. Hadith Nr. 1458)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1395]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Ein Wüstenaraber kam zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, und sagte: „Nenne mir eine Tat, welche - wenn ich diese begehe - mich ins Paradies bringt!“ Der Prophet sagte zu ihm: „Du dienst Allah und stellst Ihm nichts zur Seite, verrichtest das Pflichtgebet, zahlst die vorgeschriebene Zakah und fastest im Ramadan!“ Der Mann entgegnete: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich nichts mehr als dies tun werde!“ Als der Mann wegging, sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Wen der Blick an einem Menschen erfreut, der zu den Bewohnern des Paradieses gehört, der soll diesen Mann anschauen!“ (Vgl. dazu Hadith Nr. 1458)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1397]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, starb, und Abu Bakr (zu seinem Nachfolger) wurde, und es geschah, dass einige unter den Arabern durch den Abfall vom Islam ungläubig wurden, sagte `Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, zu Abu Bakr: „Wie kannst du gegen Menschen kämpfen, wo doch der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich die Menschen solange bekämpfe, bis sie die Worte sprechen: la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah). Wer dies ausspricht, der nimmt sein Vermögen und sich selbst in Schutz vor mir - es sei denn, es läge ein Verstoß gegen das Recht vor - und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlassen!““ (Fortsetzung folgt im Hadith Nr.1400)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1399]


(Fortsetzung des Hadith Nr.1399) Abu Bakr erwiderte: „Bei Allah, ich werde jeden bekämpfen, der einen Unterschied zwischen Gebet und Zakah macht denn die Zakah ist das Recht (der Armen) auf Güter. Bei Allah, wenn sie die Abgabe einer kleinen Ziege verweigern würden, welche sie an den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, geleistet haben, so werde ich gegen sie wegen dieser Weigerung kämpfen.“ `Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Ich schwöre dann bei Allah, dass Allah das Herz des Abu Bakr, Allahs Wohlgefallen auf ihm, (mit der richtigen Entscheidung) erleuchte, und dadurch habe ich es erkannt, dass dies das Wahre ist.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1400]


Dscharir Ibn `Abdullah berichtete: „Ich leistete dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, den Treueschwur für die Verrichtung des Gebets, die Entrichtung der Zakah und die Aufrichtigkeit gegenüber jedem Muslim.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1401]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Kamele kommen wieder (im Jenseits) im besten Zustand, so wie sie einst (im Diesseits) waren, auf ihren Besitzer zu - falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren Fußtellern zu treten. Auch die Schafe kommen wieder im besten Zustand, so wie sie einst waren, auf ihren Besitzer zu - falls er ihnen ihr Recht nicht gegeben hatte, um ihn mit ihren gespaltenen Hufen zu treten und mit ihren Hörnern zu stoßen. Und zu ihrem Recht gehört, dass sie an einer Tränke* gemolken werden ... und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einer Schafsmutter kommen, welche er mit dem Schaum aus ihrem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“ Und keiner von euch wird am Tage der Auferstehung mit einem Kamel kommen, welches er mit dem Schaum aus seinem Maul auf seinem Nacken trägt und mir zuruft: „O Muhammad!“ Ich werde ihm dann antworten: „Ich kann dir nicht helfen! Ich habe es euch verkündet!“ (*Der Sinn bei der Wahl einer Tränke ist vielfältig: Zunächst liegt darin eine Barmherzigkeit für das Tier selbst, das während des Melkvorgangs seinen Durst stillen, und die von ihm entnommene Flüssigkeit ersetzen kann. Andererseits geschieht das Melken gewöhnlich an einem Ort, an dem großer Zulauf von Menschen stattfindet, unter denen sich auch Arme befinden und ihren Anteil an Almosen in Form der Milch erhalten können. Zuletzt bleibt den Menschen die Kenntnis von der Milchproduktion als Lebensader nicht verborgen)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1402]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wem Allah von den Reichtümern gibt und dieser den Zakah-Anteil davon nicht entrichtet, dem wird sein Reichtum am Tage der Auferstehung in Form einer hochgiftigen Riesenschlange mit zwei schwarzen Hörnchen erscheinen. Diese wird ihn am Tage der Auferstehung umschlingen, seinen Unterkiefer ... anpacken und zu ihm sprechen: „Ich bin dein Reichtum, ich bin dein Schatz!“ Der Prophet rezitierte anschließend folgenden Qur`an -Vers (180 aus der Sura 3, Al-`Imran): „Und diejenigen, die mit dem geizen,...““

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1403]


Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass er den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes sagen hörte: „Es darf keinen Neid geben, außer in zwei Fällen: Wenn ein Mensch Reichtümer besitzt und er diese dorthin bringt, wo sie in gerechter Weise verwendet werden können und ein Mensch, dem Allah Weisheit gibt, und er mit dieser zur richtigen Entscheidung und zur Belehrung anderer beiträgt!“ (Siehe Hadith Nr. 7141)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1409]


Haritha Ibn Wahb berichtete: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Gebt Almosen denn es wird eine Zeit auf euch zukommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht und zu dessen Abgabe keine Empfänger findet. Man wird zu ihm sagen: „Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen heute aber habe ich es nicht mehr nötig!““

(Die Prophezeiung hat sich in der islamischen Geschichte, insbesondere in der Regierungszeit des fünften Kalifen `Umar Ibn `Abdu-l-`Aziz, Allahs Wohlgefallen auf ihm, bewahrheitet. Für ausführliche Einzelheiten wird auf diese Geschichte in der Fachliteratur verwiesen)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1411]


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Stunde (des Weltuntergangs) wird nicht kommen, bis sich die Reichtümer unter euch so vermehrt haben, dass ihr im überfluß lebt, und bis der Wohlhabende Sorge dafür trägt, ob jemand seine milde Gabe empfangen kann, sogar bis er diese anbietet und derjenige, dem es angeboten wird, sagen wird: „Ich habe kein Verlangen danach!“ (Siehe Hadith Nr. 1411 und die Anmerkung dazu)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 1412]



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Sahih Al-Bucharry Component v. 1.0.3  © 2005 by Idris Ibn Muhammad

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