Riyad us-Salihin

Riyad us Salihin "Gärten der Tugendhaften" (Band I)
Dieses Werk umfasst thematisch geordnet, einschlägige Berichte aus dem Leben des Propheten Muhammad (Allah Segen und Frieden auf ihm) und wurde im 13. Jahrhundert durch den großen islamischen Gelehrten Imam Abi Zakariya Yahya Bin Sharaf An-Nawawi zusammengestellt.

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-926575-44-1
Verlag: SKD Bavaria, 664 Seiten, B/H 17,5 x 24,5 cm   Autor: Imam An-Nawawi

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Kapitel: Anstrengung (für Allah)

Hadithe Gesamtanzahl 17     Angezeigt: 11-20 


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Ibn Mas'ud (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs sagte: "Das Paradies ist jedem von euch näher als sein Schnürsenkel, und ähnlich ist es auch mit der Hölle." (Al-Bukhari)

[Riyad us-Salihin Nr. 105]


Abu Firas Rabia ibn Ka'b al-Aslami (r), ein Diener des Propheten (s) und einer der Ahl-us-Suffa***, sagte: Ich verbrachte meine Nächte immer in der Nähe des Gesandten Allahs (s), damit ich ihm Wasser für seine Waschungen und seinen Bedarf bringen konnte. Eines Tages sagte er zu mir: "Was wünschst du dir von mir?" Ich sagte: "Ich bitte darum, in deiner Gesellschaft im Paradies zu sein!" Er sagte weiter: "Und was noch?" Ich sagte: "Nur dies!" Da sagte er: "Dann hilf mir, indem du dich selbst oft vor Allah niederwirfst." (Muslim)

***Die Ahl-us-Suffa waren eine Gruppe von armen und frommen Muslimen, die sich in der Moschee von Medina aufzuhalten pflegten.

[Riyad us-Salihin Nr. 106]


Abu Abdullah (oder Abu Abdur-Rahman) Thauban (r), der freigelassene Sklave des Propheten (s), sagte: Ich habe den Gesandten Allahs (s) sagen hören: "Vermehre deine Niederwerfungen, denn jede Niederwerfung vor Allah wird deinen Rang um einen Grad erhöhen und eine deiner Sünden tilgen." (Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 107]


Abu Safwan Abdullah ibn Busr al-Aslami (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Der beste unter den Menschen ist derjenige, der ein langes Leben genießen durfte, in dem er gute Werke vollbracht hat." (At-Tirmidhi)

Dies ist ein guter Hadith (hasan)

[Riyad us-Salihin Nr. 108]


Anas (r) berichtet: In der Schlacht von Badr*** war mein Onkel Anas ibn an-Nadr (r) abwesend. Später sagte er zum Propheten (s): "Oh Gesandter Allahs. Ich war beim ersten Kampf, den du gegen die Götzendiener geführt hast, nicht dabei. Wenn mir Allah einen anderen Kampf gegen die Götzendiener ermöglichen sollte, werde ich Allah zeigen, was ich zu tun imstande bin." Am Tage der Schlacht von Uhud gerieten die Muslime in schwere Bedrängnis. Da rief mein Onkel: "Oh Allah! Ich entschuldige mich für das Verhalten jener (meiner Leute), und ich trage keine Mitschuld an dem, was jene (Götzendiener) getan haben!" Dann stürmte er vor und sagte zu dem entgegenkommenden Sa'd ibn Mu'adh (r): "Oh Sa'd ibn Mu'adh! Beim Herrn der Ka'ba, ich rieche den Duft des Paradieses jenseits von Uhud!" Sa'd ibn Mu'adh erzählte: "Oh Gesandter Allahs! Es ist unbeschreiblich, was er tat!" Anas ibn Malik sagte: "Wir fanden in seinem Körper mehr als achtzig Verletzungen, zugefügt von Schwertern, Speeren und Pfeilen. Zudem hatten die Götzendiener seinen toten Körper so sehr verstümmelt, dass keiner von uns ihn identifizieren konnten. Erst seine Schwester konnte ihn an seinen Fingern erkennen." Anas sagte: "Wir waren der Ansicht, dass mein Onkel und ähnliche Märtyrer mit der Offenbarung des folgenden Qur'anverses gemeint sind: "Unter den Gläubigen sind Männer, die sich wahrhaft an das hielten, was sie Allah gelobt hatten. Und unter ihnen sind solche, deren Schicksal sich erfüllt hat, und unter ihnen sind solche, die noch darauf warten. Und sie haben sich nicht im geringsten geändert." (Sure 33:23)" (Al-Bukhari und Muslim)

***Die Schlacht von Badr war eine der ersten bewaffneten Auseinandersetzung der Muslime in Medina mit den ungläubigen Mekkanern. Sie fand im Jahre 624 n.Chr., also dem Jahr 2 nach der Hidschra, statt und endete mit dem überraschenden Sieg der Muslime.

[Riyad us-Salihin Nr. 109]


Abu Mas'ud Uqba Ibn Amru al-Ansari (r) erzählte: Als der erste Qur'anvers bezüglich des Almosengebens (Sadaqa) offenbart wurde, pflegten wir Lasten auf unserem Rücken zu tragen, um etwas zu verdienen, das wir als Sadaqa geben konnten. Einer von uns stellte eine beträchtliche Summe als Sadaqa zur Verfügung, und sie (die Heuchler) bemerkten, er habe dies nur getan um den Leuten etwas vorzuheucheln. Ein anderer gab eine Handvoll (Datteln), und sie sagten: "Allah hat gewiss seine Handvoll (Datteln) nicht nötig." Daraufhin wurde offenbart: "Diejenigen, die über jene, die nichts außer ihrer Hände Arbeit (als Beitrag) finden können, und sie deswegen verspotten - Allah wird ihrer spotten und ihnen wird schmerzliche Strafe zuteil." (Sure 9:79) (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 110]


Abu Dharr Dschundub ibn Dschunada (r) berichtet davon, dass der Gesandte Allahs (s) erzählte, dass Allah, der Gesegnete und Erhabene, sagt:
"Oh Meine Diener: Mir selbst habe ich Unrecht verwehrt und auch euch habe ich es verboten, so tut untereinander kein Unrecht. Oh Meine Diener: Ihr seid alle umherirrend, außer dem, den ich rechtleite, so erstrebt Meine Rechtleitung, dann leite Ich euch. Oh Meine Diener: Ihr alle hab Hunger, außer denjenigen, den Ich speise, so erbittet Speise von Mir, dann speise Ich euch. Oh Meine Diener: Ihr seid alle entblößt, außer dem, den ich kleide, so bittet Mich um Kleidung, dann kleide Ich euch. Oh Meine Diener: Ihr überschreitet (Meine Gebote) bei Nacht und am Tage, und Ich vergebe alle Missetaten, so bittet Mich um vergebung, dann vergebe Ich euch. Oh meine Diener: Mir kann keiner von euch Schaden zufügen, und so schadet ihr Mir nie, und keiner von euch kann Mir Nutzen bringen, und so nutzt ihr Mir nie. Oh Meine Diener: Wenn die ersten und die letzten unter euch (bis zum Jüngsten Tag) - seien es Meschen oder Dschinn - eins werden würden, wie einer, der die frömmste und aufrichtigste Seele unter euch hätte, so fügt dies Meiner Herrschaft nichts hinzu. Oh Meine Diener: Wenn die ersten und die letzten unter euch - seien es Menschen oder Dschinn sündigeren Herzens wären als irgendeiner unter euch, so vermindert dies Meiner Herrschaft um nichts. Oh Meine Diener: Wenn die ersten und die letzten unter euch - seien es Menschen oder Dschinn - auf einer einzigen Anhöhe stünden und Mich bäten, und Ich jedem einzelnen gäbe, worum er Mich bittet, so vermindert das nicht das, was bei Mir ist, um mehr als das, was eine Nadel vermindert, wenn sie (mit ihrer Spitze) die Oberfläche des Meeres berührt. Oh Meine Diener: Es zählen allein eure Taten, die Ich euch anrechne, danach gebe Ich euch für sie volle Belohnung. Wer dann Gutes erlangt, der soll Allah preisen, und wer Anderes erhält, soll nur sich selbst tadeln." (Muslim)

Nach der Version von Muslim sagte Said, dass Abu Idris, wenn er diesen Hadith hörte, auf die Knie zu fallen pflegte.

Und von Ahmad ibn Hanbal (rA) ist bekannt, dass er sagte: Bei den Menschen aus Scham*** kennt man keinen erhabeneren Hadith, als diesen.

***Asch-Scham bezeichnet die Region des Nahen Ostens zwischen Zweistromland und Ägypten. Hier ist damit der Westen gemeint, da sie im Westen der Arabischen Halbinsel liegt.

[Riyad us-Salihin Nr. 111]



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