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Kapitel: Vorzug der Schwachen unter den Muslimen und der Unbedeutenden von den Armen |
Kapitel 32
Qur’an: Allah, der Erhabene, spricht: Es überliefert Haritha ibn Wahb (r), dass er den Gesandten Allahs (s) sagen hörte: "Soll ich euch erzählen, wer die Bewohner des Paradieses sind? Es ist jeder, der als schwach und geringschätzig betrachtet wird und der, wenn er einen Eid unter Berufung auf Allah leistet, ihn dann auch erfüllt. Jetzt werde ich euch erzählen, wer die Personen sind, die für die Hölle bestimmt sind: Es ist derjenige, der unwissend, unverschämt, stolz und arrogant ist." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 252] | Abul-Abbas Sahl ibn Sa'd as-Sa'idi (r) erzählte folgendes: Einst saßen wir bei dem Propheten (s), als ein Mann an uns vorbeiging. Der Prophet (s) fragte einen von uns: "Was denkst du von diesem Mann?" Er antwortete: "Ich denke, er ist ein edler Herr. Bei Allah, er kann erfolgreich um die Hand jeder Frau bitten, ohne dass man ihn zurückweist, und für jeden erfolgreich Fürsprache einlegen." Der Gesandte Allahs (s) schwieg. Danach kam ein anderer vorbei, und der Gesandte Allahs (s) fragte jenen Mann wieder: "Und was denkst du über diesen?" Er antwortete: "Oh Gesandter Allahs! Das ist irgendein armer Muslim! Bei Allah, man wird ihn ablehnen, wenn er um die Hand einer Braut bitten sollte, und ihn zurückweisen, wenn er für jemanden sprechen sollte, und kein Mensch würde ihm zuhören." Daraufhin sprach der Gesandte Allahs (s): "Dieser (arme Muslim) ist (in der Waagschale Gottes) besser als alle Bewohner der Erde des anderen Typs." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 253] | Abu Said al-Khudri (r) berichtet, dass der Prophet (s) sagte: "Der Paradiesgarten und das Höllenfeuer stritten sich um den Vorrang (bei Gott). Da sagte das Höllenfeuer: "In mir sind die Tyrannen und die ungerechten Hochmütigen", und der Paradiesgarten erwiderte: "Und in mir leben die Armen und die zu Unrecht verurteilten." Da fällte Allah Sein Urteil (unter ihnen) und sprach: "Du bist der Paradiesgarten, Meine Barmherzigkeit; durch dich erweise Ich Meine Gnade wem Ich will. Und du bist das Höllenfeuer, Meine Strafe; mit dir strafe Ich, wen Ich will; und es obliegt Mir euch beiden gegenüber, euch randvoll zu machen." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 254] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Am Tag des Gerichts wird ein großer, fetter Mann vor Allah stehen, doch wird er (in der Waagschale Gottes) nicht einmal so viel wie der Flügel einer Mücke wiegen." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 255] | Abu Huraira (r) berichtet, dass eine schwarze Frau oder ein Junge für die Abfallbeseitigung in der Moschee sorgte. Eines Tages vermisste ihn oder sie der Prophet (s) und er fragte nach ihm oder ihr. Man sagte zu ihm, er oder sie sei gestorben. Er sagte: "Warum hat man mir nicht Bescheid gesagt?" Als die Anwesenden staunten, da sie diese Person gering schätzten, sagte er: "Nun zeigt mir das Grab der oder des Verstorbenen!" Als man ihm das Grab zeigte, sprach er: "Diese Gräber sind voll Dunkelheit für ihre Insassen, und Allah erleuchtet sie für ihre Bewohner durch meine Gebete für sie." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 256] | Abu Huraira (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Manche Diener Allahs, mit wirrem Haar, staubig (von der Reise) und (an der Türe) nicht willkommen, werden von Ihm erhört und ihre Bitten mit Gewissheit erfüllt." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 257] | Usama (r) überliefert, dass der Prophet (s) sagte: "Als ich (in der Mi'radsch-Nacht) *** an der Pforte des Paradieses stand, beobachtete ich, dass die meisten von denen, die eintraten, arme Leute waren. Den reichen Leuten war der Eintritt verwehrt worden. Danach wurden die Leute, die zum Höllenfeuer verdammt waren, dorthin befohlen, und ich bemerkte, dass die Mehrheit von ihnen Frauen waren." (Al-Bukhari und Muslim) *** Mi'radsch ist die Himmelsreise des Propheten am 27. Radschab, die er von Jerusalem aus unternommen hat. [Riyad us-Salihin Nr. 258] | Es erzählte Abu Huraira (r), dass der Prophet (s) berichtete:
Man sagt, Nur drei Personen sprachen in der Wiege: Jesus, der Sohn der
Maria ***, und das Dschuraidsch zugeschobene Neugeborene: Dschuraidsch war ein (jüdischer) Einsiedler, der sich eine Mönchszelle baute und darin ein zurückgezogenes Leben führte. Eines Tages, als er sich seinen Gebeten hingegeben hatte, kam seine Mutter und rief ihn: "Dschuraidsch!" Er antwortete: "Oh Herr meiner Mutter und meiner Gebete." Und er setzte seine Gebete fort, und seine Mutter ging weg. Am nächsten Tag kam seine Mutter wieder und rief ihn: "Dschuraidsch." Und wieder bat er: "Oh Herr meiner Mutter und meiner Gebete." Und er betete weiter. Die Mutter kam am dritten Tag und rief ihren Sohn: "Dschuraidsch!" Dschuraidsch betete erneut zu Allah: "Oh Herr meiner Mutter und meiner Gebete." Und er
blieb eifrig bei seinem Gebet. Da rief seine Mutter: "Allah! Lass ihn nicht sterben, bevor er die Gesichter der Huren erblickt hat!" Im Volk Israel
wurden Dschuraidsch und seine Hingabe berühmt und bildeten einen
Hauptgesprächsstoff in den Unterhaltungen. Es gab eine Dirne, deren
Schönheit sprichwörtlich war. Sie sagte: "Wenn ihr möchtet, kann ich
Dschuraidsch in einen Skandal verwickeln." Sodann versuchte sie, ihn zu
verführen, aber Dschuraidsch schenkte ihr keine Beachtung. Dann näherte
sie sich einem Schäfer, der nahe der Klause von Dschuraidsch lebte, gab
sich ihm hin und wurde schwanger von ihm. Als ihr Kind geboren war,
behauptete sie, es sei von Dschuraidsch. Die Leute des Volkes Israel kam zu Dschuraidsch, erniedrigten ihn, zerrten ihn aus seiner Klause, zerstörten sie und fingen an, ihn zu schlagen. Er fragte: "Was wollt ihr?" Sie sagten: "Du hast Ehebruch begangen mit dieser Dirne, und sie hat dein Kind
geboren." Er sagte: "Wo ist das Kind?" Sie brachten es ihm. Er sagte:
"Lasst mich jetzt allein, so dass ich beten kann." Dann betete er, und als er
seine Gebete beendet hatte ging er zu dem Kind, piekste es auf den Bauch
und fragte: "Wer ist dein Vater, mein Kleiner?" Das Kind antwortete:
"Soundso, der Schäfer." Da wandten sich alle Dschuraidsch zu, küssten
ihn, suchten seine Segnung und sagten: "Wir werden deine Klause aus
Gold bauen." Dschuraidsch aber sagte: "Baut sie aus Lehm, wie sie war."
Und sie bauten sie so. *** Auf Arabisch: Isa ibn Maryam. [Riyad us-Salihin Nr. 259] | |
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