Riyad us-Salihin

Riyad us Salihin "Gärten der Tugendhaften" (Band I)
Dieses Werk umfasst thematisch geordnet, einschlägige Berichte aus dem Leben des Propheten Muhammad (Allah Segen und Frieden auf ihm) und wurde im 13. Jahrhundert durch den großen islamischen Gelehrten Imam Abi Zakariya Yahya Bin Sharaf An-Nawawi zusammengestellt.

Buchbestellung und Preisliste: www.Muslim-Buch.de
ISBN: 3-926575-44-1
Verlag: SKD Bavaria, 664 Seiten, B/H 17,5 x 24,5 cm   Autor: Imam An-Nawawi

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Kapitel: Gehorsam den Eltern gegenüber und Pflege der Verwandtschaftsbande

Hadithe Gesamtanzahl 24     Angezeigt: 11-20 


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Es überliefert Abdullah ibn Amru ibn al-As (r), dass der Prophet (s) sagte: "Ein die Verwandtschaftsbande Pflegender ist nicht derjenige, der den gegenseitigen Kontakt zur Verwandtschaft aufrecht erhält, sondern derjenige, der an seinen Verwandtschaftsbanden festhält, auch wenn die Verwandten mit ihm brechen." (Al-Bukhari)

[Riyad us-Salihin Nr. 322]


Es überliefert Aischa (r), dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Der Schoß ist am Thron Allahs aufgehängt und verkündet: Allah wird bei Sich behalten, wer von mir gehalten wird und Allah wird Sich von dem trennen, der sich von mir trennt." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 323]


Maimuna bint al-Harith (r), eine der Mütter der Gläubigen, berichtet, dass sie eine Sklavin in Freiheit setzte, ohne die Erlaubnis des Propheten (s) einzuholen. Als er sie an ihrem Tag besuchte, sagte sie zu ihm: "Oh Gesandter Allahs, merkst du nicht, dass ich meine Sklavin freigelassen habe?" Er sagte: "Hast du das gemacht?" Sie sagte: "Ja." Er sagte: "Wenn du sie deinen Onkeln mütterlicherseits gegeben hättest, wäre es noch besser gewesen." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 324]


Es erzählte Asma` bint Abi Bakr as-Siddiq (r): Zu Lebzeiten des Propheten (s) *** besuchte mich meine Mutter, die noch nicht gläubig war. Ich ging zum Propheten (s) und fragte ihn: "Meine Mutter ist zu mir gekommen und sie erwartet etwas von mir. Darf ich mich ihr verpflichten (und so die Verwandtschaftsbande achten)?" Er sagte: "Ja. pflege die Verwandtschaftsbande mit deiner Mutter." (Al-Bukhari und Muslim)

Dies war gerade zu der Zeit, als die Muslime, die nach Medina ausgewandert waren, mit den Ungläubigen Mekkanern ein Stillhalteabkommen geschlossen hatten.

[Riyad us-Salihin Nr. 325]


Es berichtet Zainab ath-Thaqaflya (r), die Ehefrau von Abdullah ibn Mas’ud (r): Als der Gesandte Allahs (s) sagte: "Oh ihr Frauen! Gebt Sadaqa, auch wenn sie von eurem Schmuck sein sollte.", ging ich zu (meinem Mann) Abdullah ibn Mas’ud und sagte zu ihm: "Du bist ein armer und bedürftiger Mensch, und der Prophet (s) hat uns aufgetragen, Sadaqa zu geben. So gehe zu ihm und frage ihn, ob es als Sadaqa zählt, wenn ich dir etwas gebe, sonst kann ich es auch jemand anderem geben." Abdullah sagte: "Du solltest selbst gehen und ihn fragen." So ging ich zu ihm und fand schon eine Frau von den Ansar an der Tür des Gesandten Allahs (s), die aus dem gleichen Grund wie ich gekommen war. Aber wir zögerten hineinzugehen, wegen der Würde und Hoheit des Propheten (s). Unterdessen kam Bilal (r) heraus, und wir sagten zu ihm: "Bitte geh zu Allahs Gesandten (s) und sag ihm, dass zwei Frauen gekommen sind und wissen wollen, ob es als Sadaqa zählt, wenn sie ihren Ehemännern spenden, und für die Waisen, die unter ihrer Obhut stehen, aber erzähle ihm nicht, wer wir sind." Bilal (r) ging zum Propheten (s) und legte ihm unseren Fall dar. Der Gesandte Allahs (s) fragte: "Wer sind sie?" Bilal (r) sagte: "Eine ist von den Ansar und die andere ist Zainab." Er fragte: "Welche Zainab ist es?" Er antwortete: "Die Frau von Abdullah." Der Prophet (s) sagte: "Sie werden zweifachen Lohn erhalten: einmal für die (Freundlichkeit zur) Verwandtschaft und einmal für Sadaqa" (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 326]


Abu Sufyan Sakhr ibn Harb (r) erzählte in seinem langen Bericht über (seine Audienz bei) Heraklios, dem oströmischen Herrscher, unter anderem, wie dieser ihn fragte: "Was verlangt euer Prophet von euch zu tun?" Er sagte: "Er verlangt von uns, nur Allah, dem Einen, zu dienen und Ihm niemanden beizugesellen, nicht den Sitten unserer Vorfahren zu folgen, außerdem das Gebet zu verrichten, die Wahrheit zu sprechen, rein zu bleiben und unsere Blutsverwandten gut zu behandeln." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 327]


Abu Dharr (r) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: "Bald werdet ihr ein Land erobern, in dem man das Qirat (als Maßeinheit) verwendet."

In einer anderen Version: "Bald werdet ihr Ägypten erobern, und das ist ein Land, in dem man das Qirat kennt. Behandelt seine Leute freundlich, denn es gibt Verwandtschaftsbande und Verpflichtungen zu ihnen."

Bei Muslim lautet eine andere Version: "Wenn ihr es erobert, behandelt seine Bewohner gut, denn es bestehen Verwandtschaftsbande mit ihnen und Verpflichtungen zu ihnen." Oder er sagte: "Wir haben Verpflichtungen und mütterliche Beziehungen ***."

Die Gelehrten (Ulama`) erklären diese Verwandtschaft mit Ägypten in der Weise, dass sie sich auf die historische Tatsache bezieht, dass Hadschar, die Mutter des Propheten Ismail, eine Ägypterin war, und 'mütterliche Beziehungen' damit, dass Maria, die Mutter Ibrahims, des Sohnes des Gesandten Allahs (s), (ebenfalls) eine Ägypterin war.

*** Das heißt: die Ägypter sind mit uns verwandt und verschwägert.

[Riyad us-Salihin Nr. 328]


Abu Huraira (r) berichtet, dass, als der Qur'anvers "Und warne deine nächsten Verwandten..." (Sure 26:214) offenbart wurde, der Prophet (s) den Stamm der Quraisch zusammenrief, und alle seine Angehörigen, gemeine Leute und Oberhäupter, zu ihm kamen. Er sagte zu ihnen: "Oh Nachkommen von Abdusch-Schams! Oh Nachkommen von Ka'b ibn Lu'ai! Hütet euch vor dem Höllenfeuer. Oh ihr Nachkommen von Murra ibn Ka'b! Hütet euch vor dem Höllenfeuer! Oh ihr Nachkommen von Abd Manäf! Hütet euch vor dem Höllenfeuer! Oh Nachkommen Haschims! Hütet euch vor dem Höllenfeuer! Oh Nachkommen von Abdul-Muttalib! Hütet euch vor dem Höllenfeuer! Oh Fatima, Hüte dich vor dem Höllenfeuer, denn ich werde (am Tag des Gerichts) nicht in der Lage sein, dem Willen Allahs etwas entgegenzusetzen. Ich kann nichts für euch tun. außer dass ich mit euch verwandt bin, und es (das Feuer) mit Wasser bekämpfe." (Muslim)

In diesem Hadith wird das Mißachten von Blutsverwandtschaft dem Feuer gleichgesetzt, das mit Wasser gelöscht werden kann, oder durch die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Verwandten.

[Riyad us-Salihin Nr. 329]


Abu Abdullah Amru ibn al-As (r) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (s) in aller Öffentlichkeit, ohne Verheimlichung sagen: "Gewiss gehören die Kinder des Soundso nicht zu meinen Freunden; meine Freunde sind Allah und die tugendsamen Gläubigen. Allerdings besitze ich Verwandtschaftsbande zu ihnen, und diese habe ich zu pflegen." (Al-Bukhari und Muslim)

Die zitierte Fassung stammt von Al-Bukhari

[Riyad us-Salihin Nr. 330]


Abu Ayyub Khalid ibn Zaid al-Ansari (r) berichtet, dass ein Mann fragte: "Oh Gesandter Allahs! Nenne mir eine Tat, die mich zum Paradies fuhren und vom Höllenfeuer fernhalten wird." Er antwortete: "Diene Allah und geselle Ihm nichts bei, verrichte das Gebet, zahle die Zakat und pflege die Verwandtschaftsbande." (Al-Bukhari und Muslim)

[Riyad us-Salihin Nr. 331]



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Riyad us-Salihin Component v. 1.0.2  © 2005 by Idris Ibn Muhammad

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