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Kapitel: Vorzug des Hungers, spartanischen Lebens und Genügsamkeit in Essen, Trinken und Kleidung und anderen Gütern des Lebens, sowie Unterdrückung der Triebe |
Kapitel 56
Qur’an: Allah, der Erhabene, spricht: "So trat er vor seine Leute in all seiner Pracht. Da sagten diejenigen, die das diesseitige Leben vorzogen: 'Ach hätten wir doch nur das Gleiche wie das, was Korah *** zuteil wurde. Er hat fürwahr einen reichen Anteil am Glücks!' Die jedoch, denen Wissen zuteil worden war, sprach: "Wehe euch! Die Belohnung Allahs ist weitaus besser für den, der glaubt und rechtschaffen ist." (28:79-80) "Dann werdet ihr an jenem Tag über die Gnaden befragt werden (die euch zuteil geworden sind)." (102:8) "Wenn jemand nach Vergänglichem strebt, so lassen Wir ihn unverzüglich daran teilhaben, so viel Wir wollen und für wen Wir es wünschen. Dann bereiten Wir für ihn die Hölle, in der er verachtet und ausgestoßen Qualen erleiden wird."(17:18) Zu diesem Thema gibt es noch zahlreiche weitere Qur’anverse. Aischa (r) erzählte: Die Angehörigen des Propheten (s) aßen sich niemals an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit (Brot aus) Gerste satt, bis er starb. (Al-Bukhari und Muslim) Eine andere Version lautet: Seit seiner Ankunft in Medina aßen sich die Familienangehörigen des Propheten (s) niemals an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit (Brot aus) Weizen satt, bis er verstarb. *** Auf Arabisch: Qarun. [Riyad us-Salihin Nr. 491] | Urwa (r) berichtet, dass Aischa (r) zu ihm sagte: "Bei Allah, mein Neffe, wir haben drei Monde in zwei Monaten gesehen, ohne dass in den Wohnungen des Propheten (s) das Herdfeuer entfacht worden wäre." Ich fragte: "Meine Tante, wovon habt ihr euch denn ernährt?" Sie sagte: "Von den beiden schwarzen Dingen, das sind Datteln und Wasser, außer wenn der Prophet (s) Ansar als Nachbarn hatte, die Milchvieh *** hatten. Sie sandten dann immer etwas Milch zum Propheten (s), der uns davon zu trinken gab." (Al-Bukhari und Muslim) *** Kamele oder Ziegen. [Riyad us-Salihin Nr. 492] | Abu Said al-Maqburi (r) berichtet, dass Abu Huraira (r) an einigen Leuten vorbeikam, die eine gegrillte Ziege vor sich hatten. Sie forderten ihn auf, sich am Essen zu beteiligen, aber er weigerte sich und sagte: "Der Gesandte Allahs (s) verabschiedet sich aus dieser Welt, ohne sich an (Brot aus) Gerste sattgegessen zu haben." (Al-Bukhari) [Riyad us-Salihin Nr. 493] | Anas (r) erzählte: Bis zu seinem Tode genoss der Prophet (s) nie eine Mahlzeit an einen Tisch. Selbst feines Brot aß er nie, bis er starb. (Al-Bukhari) In einer anderen Version heißt es weiter: Und niemals sah er (s) mit eigenen Augen auch nur eine gegrillte Ziege. [Riyad us-Salihin Nr. 494] | An-Nu’man ibn Baschir (r) erzählte: Gewiss habe ich euren Propheten (s) erlebt, als er nicht einmal schlechte Datteln hatte, um seinen Hunger zu stillen. (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 495] | Sahl ibn Sa'd (as-Sa'idi) (r) erzählte: "Der Gesandte Allahs (s) sah nie aus feinem Mehl gebackenes Brot seit seiner Berufung (als Prophet) durch Allah, den Erhabenen, bis Allah, der Erhabene, ihn zu sich rief." Man fragte ihn: "Hattet ihr Siebe zur Zeit des Gesandten Allahs (s) (um feines Mehl auszusieben)?" Er sagte: "Niemals sah der Gesandte Allahs (s) so ein Sieb, seit seiner Berufung (als Prophet) durch Allah, den Erhabenen, bis Allah, der Erhabene, ihn zu sich rief." Man fragte: "Wie habt ihr denn das aus ungesiebtem Gerstenmehl gebackene Brot essen können?" Er sagte: "Wir pflegten die Gerste zu mahlen, die Spreu durch Blasen zu entfernen, und der Rest wurde zu Teig geknetet." (Al-Bukhari) [Riyad us-Salihin Nr. 496] | Abu Huraira (r) berichtet: Als der Gesandte Allahs (s) eines Tages (oder eines Nachts) sein Haus verließ, stieß er (s) auf Abu Bakr und Umar (r). Er fragte sie: "Was hat euch beide um diese Zeit veranlasst, eure Häuser zu verlassen?" Sie antworteten: "Der Hunger, oh Gesandter Allahs!" Da sagte er: "Bei Allah, in Dessen Händen mein Leben liegt, mich trieb dasselbe, was (auch) euch getrieben hat. Kommt mit!" Er ging zu einem der Ansar, aber dieser war nicht anwesend. Als aber seine Frau ihn (s) sah, sagte sie: "Herzlich willkommen!" Der Gesandte Allahs (s) fragte sie: "Wo ist (dein Mann) Soundso?" Sie sagte: "Er ging, um frisches Wasser für uns zu holen." Während dieses Gesprächs kam der Ansari, sah den Gesandten Allahs (s) und seine Gefährten (r) und sprach: "Alhamdu lillah *** Heute hat niemand edlere Gäste als ich!" Unverzüglich brachte er ihnen einen Zweig mit reifen und mit halbreifen, frischen Datteln und sagte: "Esst!". Dann nahm er ein Messer (um ein Schaf zu schlachten), worauf der Gesandte Allahs (s) zu ihm sagte: "Schlachte bitte kein Schaf, das Milch gibt!" Da schlachtete er ein Schaf (das keine Milch gibt), und sie aßen davon und von den Datteln und tranken (frisches Wasser). Nachdem sie satt waren, sagte der Gesandte Allahs (s) zu Abu Bakr und Umar (r): "Bei Dem, in Dessen Händen meine Seele ist: am Tag des Gerichts werdet ihr über diese Wohltat befragt werden; denn euch trieb der Hunger aus euren Häusern, jedoch kehrt ihr nicht nach Hause zurück, ohne dass euch diese Wohltat zuteil wurde." (Muslim) Nach At-Tirmidhi und anderen war dieser Ansari Abul-Haitham ibn at-Tayyihan. *** Auf Deutsch bedeutet dies: "Gelobt sei Allah!" [Riyad us-Salihin Nr. 497] | Khalid ibn Umar al-Adawi (r) erzählte: Der Verwalter von Basra, Utba ibn Ghazwan (r) hielt vor uns eine Ansprache, in der er Allah lobte und pries und folgendes sprach: "Das Diesseits hat angezeigt, dass sein Ende naht, dass es sich schnell wandelt, und dass nur noch ein kleines Bisschen bleibt, so wie der letzte Rest, der in einem Gefäß zurückbleibt, und man versucht, diese Reste zusammenzukratzen. Ihr werdet gewiss (von dieser Welt) in ein anderes Heim überwechseln, das ewig ist. Deshalb wechselt über mit dem Besten, was ihr habt. Uns ist doch gesagt worden, dass ein Stein, der in den Höllenschlund fallen wird, siebzig Jahre fallen wird, ohne auf seinem Grund aufzuschlagen. Doch bei Allah, er wird (mit Sündern) gefüllt werden. Wundert ihr euch darüber. Uns ist doch gesagt worden, dass die beiden Riegel des Paradiestores so weit wie eine vierzigjährige Reise offen stehen. Trotzdem wird ein Tag kommen, an dem es überfüllt sein wird von Menschen. Und ich erinnere mich, als ich als eine von sieben Personen mit dem Gesandten Allahs (s) war, und wir nichts zu essen finden konnten als Blätter von Bäumen, die wir kauten, bis unsere Mundwinkel Wund wurden. Ich nahm einen Umhang und teilte ihn zwischen mir und Sa'd ibn Malik, und wir banden ihn um die Hüfte. Und es kam der Tag, an dem jeder von uns Verwalter einer großen Stadt ist. Und ich nehme Zuflucht bei Allah davor, dass ich mich selbst für bedeutend halten könnte, wo ich doch vor Allah (völlig) unbedeutend bin." (Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 498] | Abu Musa al-Asch'ari (r) berichtet, dass Aischa (r) uns ein Gewand und einen Umhang zeigte und sagte: "In diesen beiden (Kleidungsstücken) ist der Gesandte Allahs (s) verstorben." (Al-Bukhari und Muslim) [Riyad us-Salihin Nr. 499] | Sa'd ibn Abi Waqqas (r) sagte: Gewiss bin ich der erste Araber, der einen Pfeil um Allahs Willen verschoss. Seinerzeit kämpften wir an der Seite von Allahs Gesandtem (s) und wir hatten nichts zu essen außer den Blättern von Bäumen wie Al-Hublah und As-Samur *** bis der Stuhlgang von einigen von uns aussah wie Schafskot." (Al-Bukhari und Muslim) *** Dies sind Leguminosen- bzw. Akazienarten. [Riyad us-Salihin Nr. 500] | |
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